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Tauchen auf Krk, Kroatien

Vrbnik auf Krk

Das malerische Vrbnik auf Krk

Wir waren Mitte Juli 2015 für ein paar Tage in Vrbnik auf der kroatischen Adriainsel Krk zum Tauchen.

Wir hatten zuvor im Internet das Angebot der in Vrbnik ansässigen Tauchbasis Dive Loft gefunden und über die Tauchbasis auch gleich unsere Unterkunft angemietet.
Die Buchung bereits einige Monate vor der Anreise, das Einchecken in der Tauchbasis und die Übergabe der Unterkunft verliefen problemlos.

Die Tauchbasis Dive Loft in Vrbnik auf Krk

Tauchen auf Krk: Die Tauchbasis liegt am Fuße des malerischen Örtchens Vrbnik in einer alten Lagerhalle aus sozialistischen Zeiten direkt am Hafen. An diesen Umstand wird man allerdings nur erinnert, wenn man in den ersten Stock hinauf aufs Klo geht und durch einen verstaubten Flur an Büros und Urkunden aus den Achtziger Jahren vorbei schlendert und auf diese Weise eine Art Zeitreise macht.
Die Tauchbasis selbst ist zum Glück deutlich moderner ausgestattet. So kann man entscheiden, ob man mit Luft oder gegen Aufpreis von 5 Euro mit Nitrox taucht. Es gibt 12-Literflaschen mit einem oder zwei Abgängen und eine begrenzte Anzahl an 15-Literflaschen. Auch verfügt die Basis natürlich über Leihequipment, das wir aber nicht benutzt haben sowie einen großen Equipmentausgabe- und Ankleideraum, einen sehr großen Trockenraum mit Loft und riesiger Fernseher, der zum Zeigen von Ausbildungsfilmen genutzt wird.

Schleimfisch

Schleimfisch, Krk – Kroatien

Vor der Türe stehen zwei große Wannen zum Waschen des Equipments und zahlreiche Kleiderständer, an die man seine Tauchsachen zum Trocknen hängen kann. Die Kleiderständer sind auf Rollen und werden jeden Abend in die Basis gerollt. Einen extra Waschbottich für Kameras, Lampen o.ä. gibt es leider nicht.
Die Öffnungszeiten sind von 8:30 Uhr bis 19 Uhr. Vor der Halle in der sich Dive Loft befindet gibt es einen kleinen Parkplatz. Eine Ausschilderung, um Dive Loft beim Einfahren in Vrbnik zu finden haben wir nicht entdecken können. Einzig ein von der hochgelegenen Straße im Wind wehender Neoprenanzug wies uns den Weg.

Direkt neben der Tauchbasis, sehr schön am Hafen gelegen befindet sich eine kleine Bar für das obligatorische Dekobier. Dort kann man es sich auch in Flaschen abholen und dann an einem Tisch auf der Basis trinken. Dive Loft selbst verkauft keine Getränke, stellt aber einen sehr großen Kühlschrank bereit, in welchen man selbst mitgebrachte Erfrischungen einstellen kann. Auch gibt es Fächer für das Unterbringen von Kleidung sowie eine Umkleidekabine.
Generell gilt zu sagen, daß einem nicht wie in Ägypten der Arsch nachgetragen wird. Hier kümmert man sich selbst um sein Equipment. Man baut es zusammen, transportiert es und wäscht es nach dem Tauchen wieder.

Die Tauchplätze

Dive Loft bewirbt das Tauchen am Hausriff, u.a. mit einer entsprechenden Domain. Nun ist das mit dem Hausriff aber so eine Definitionsfrage. Von den vier Hausriff-Spots ist nur einer (Secret Beach) zu Fuß, bzw. mit der Ausrüstung auf einem „Einkaufswagen“ zu erreichen. Hierfür muß man sich an das andere Ende des Hafens begeben. Die anderen Spots, z.B. Silent Beach oder 100 Steps sind nur mittels Shuttlebus erreichbar, der sich aber auch jederzeit und problemlos auf Wunsch in Bewegung setzt.

Mast der Peltastis

Mast der Peltastis

Ein Highlight der Spots, die regelmäßig mit dem Boot angefahren werden ist natürlich das Wrack des griechischen Frachters Peltastis. Leider ist im Sommer das Wasser dort recht häufig trüb. Dies mag zwar den Unterwasserfilmer und Unterwasserfotografen stören, doch der gespenstischen Stimmung des Wracks tut das trübe Wasser ganz gut. Wer es gerne bei klarem Wasser erleben möchte, der muß im Frühjahr oder Herbst dort tauchen. Das Wrack ist mit einer Tiefe von 6 – 30m auch von weniger Geübten zu erkunden. Man sollte sich allerdings warm anziehen, denn obwohl an der Oberfläche noch lauschige 24 Grad herrschten, hatten wir die erste Sprungschicht bei 7m. Danach fiel das Quecksilber mit zunehmender Tiefe. Bei 22m waren es immerhin noch 18 Grad. Wer zu der Schiffsschraube hinunter will, für den wird es mit 14 Grad noch etwas kühler.
Generell kann man sagen, daß wenn man viel taucht man auch einen dickeren Anzug samt Haube plus Weste dabeihaben sollte. Oder vielleicht auch gleich einen Trockie. Denn die warmen 20 – 24 Grad reichen oft nur wenige Meter hinab. Will man also tiefer als 5 – 6m und ist etwas verfroren hört der Spaß bei 18 Grad Wassertemperatur selbst im Hochsommer schnell auf.

Die Unterwasserwelt von Krk

Sardellenschwarm am Secret Beach in Vrbnik

Sardellenschwarm am Secret Beach in Vrbnik

 

Wer Kroatien bucht, der wird die Adria bekommen. Diese Weisheit gilt nach wie vor. Die zerklüftete Unterwasserlandschaft ist von der allseits bekannt und deswegen aber nicht beliebten Mittelmeeralge überzogen. Auch wenn es zum Beispiel am Secret Beach sehr schöne Ansammlungen von Telleralgen gibt, die aber mancherorts von Schleimalgen überzogen werden.
Grün ist demnach der vorherrschende Gesamteindruck. Tropische Fische gibt es natürlich nicht, auch große Schwärme braucht man nicht erwarten. Dafür aber klares Wasser mit guten Sichtweiten und selbst direkt vor Vrbnik angenehm wenig bis fast gar keinen Müll im Wasser. Das haben wir auf Trauminseln wie Bali schon bei weitem viel viel schlimmer gesehen.

Unterbringung und Verpflegung

Die Tauchbasis Dive Loft Krk vermittelt wie oben erwähnt Unterkünfte an ihre Kunden. Die Wohnung bezahlt man nach Ankunft abzüglich der Anzahlung, die über Dive Loft läuft, direkt beim Vermieter. Die Mindestaufenthaltsdauer beträgt vier Nächte.
Hausriff Dive LoftWir waren in einer Wohnung in der idyllischen Altstadt von Vrbnik untergebracht und hatten auch eine kleine Küche dabei. Da die wenigsten Urlauber aber nach einem anstrengenden Tauchtag anfangen werden zu kochen ist man doch mehr oder weniger auf das Angebot der Restaurants vor Ort angewiesen. Dies ist in Vrbnik relativ überschaubar. Es gibt ein nobles Fischrestaurant, aber in so etwas geht man als Taucher prinzipiell nicht (Fische sind Freunde, kein Futter. Nicht vergessen!), zwei kroatische Restaurants mit eher internationaler Ausrichtung und zwei Pizzerien. Alternativ gibt es einen kleinen Supermarkt, eine Bäckerei oder die Straße zu anderen Ortschaften auf der Insel Krk.

Fazit:

Wenn man aus dem Süden Deutschlands oder Österreichs kommt und einfach und unkompliziert ein paar Tage tauchen will, für den ist die Insel Krk sicherlich eine günstige Alternative zu einem Flug auf die Kanaren. Wer allerdings Tropisches vor die Maske bekommen will und warmes Wasser liebt, der wird nach wie vor eher am Roten Meer glücklich.

Weiterführende Links: Dive Loft Krk

| Stand: 31. Juli 2015

6 Kommentare zu “Tauchen auf Krk, Kroatien

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