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Tauchsafari Spirit of Omneia, Ägypten

Vom 17. bis 24. Oktober waren wir mit dem neuen Safariboot Spirit of Omneia auf der Tour Brothers, Daedalus, Elphinstone unterwegs.
Die Spirit of Omneia ist ein neues Tauchsafariboot im Roten Meer, das von Moni Hofbauer und ihrer Firma Omneia betrieben wird.

Diesen Kurzfilm haben wir in der einen Woche auf der Spirit of Omneia gedreht.

Das Tauchsafariboot Spirit of Omneia

Die Spirit of Omneia ist ein „neues“ Safariboot, das seit Anfang 2019 on Tour ist. Neues steht hier in Anführungszeichen, denn die 43m lange Spirit of Omneia ist kein neues Schiff frisch aus der Werft, sondern der Umbau eines älteren Bootes.
Bei diesem Umbau hat man bei der Spirit of Omneia darauf geachtet alles so tauchtauglich wie möglich einzurichten. Auf dem Tauchdeck haben 24 Taucher Platz für ihr Equipment. Außer Preßluft wird auch Nitrox kostenlos angeboten.
Die Kabinen sind relativ geräumig, mit eigener Dusche/WC/Klima ausgestattet und erfüllen alle Ansprüche, die man an ein modernes Safariboot stellt. Sie verteilen sich über den Bugbereich im Unterdeck, wo sich auch der Speisesaal befindet, in dem Frühstück und Mittagessen gereicht wird sowie auf die Ebene des Tauchdecks und des Oberdecks. Das Abendessen gibt es immer im Außenbereich des Oberdecks.
Der Brüller beim Frühstück waren die immer frischen Brezen, die man an Board eines Safariboots nicht unbedingt erwarten würde. Mittags gab es immer Kleinigkeiten in Buffetform. Das Abendessen wurde als Menü an den Tisch serviert.
Vor dem Tauchdeck befindet sich ein Ablagebereich samt Steckdosen für Kameras und deren Ladegeräte. Hier sollen Foto- und Videographen ihre Akkus laden. Das Laden von Akkus in den Kabinen ist untersagt.

Salem Express

Tauchen auf der Spirit of Omneia

Getaucht wird täglich ab 5:30 Uhr, selten ab 7:00 Uhr. Moni, die selbst mit an Bord war, versucht die Tour so zu steuern, daß man möglichst immer vor den anderen Booten im Wasser ist.
Nitrox 32 ist kostenlos. Der Check-Dive wird jedoch zwingend immer mit Preßluft durchgeführt. Danach kann man sich schwarze oder grüne Flaschenstöpsel aussuchen. Mit diesen markiert man seine Flasche und bekommt dann entweder Luft oder Nitrox eingefüllt.
Jedes Buddy-Team erhält für den Notfall einen ENOS-Sender und eine kurze Einweisung dazu. Das Tauchen auf der Spirit of Omneia ist selbstständiges Tauchen, die Tauchzeit ist nicht begrenzt. Man kann sich aber jederzeit einen Guide mitgeben lassen, was an unbekannten Tauchplätzen im offenen Meer natürlich oft die streßfreiere Variante ist. Allerdings ist dann meist Streckenschwimmen angesagt, was für Fotografen und Filmer ein No-Go ist.
Es werden täglich drei bis maximal vier Tauchgänge gemacht.

Spanische Tänzerin – Spirit of Omneia

Die Tauchsafari mit der Spirit of Omneia

Die Brothers, Daedalus und Elphinstone zählen natürlich zu dem Besten, was das Rote Meer zu bieten hat. Da die Spirit of Omneia von Hurghada aus zu den Tauchspots aufbricht, ist die Anfahrt relativ lang.
Am ersten Tauchtag machten wir drei Tauchgänge in Küstennähe, einer davon war ein Nachttauchgang. Danach ging es während der Nacht bei starkem Wind und stürmischer See, mit Welle von der Seite, zu den Brothers. Nicht jedem Magen gefiel das. Laut Moni war es die stürmischste Überfahrt in den letzten acht Monaten.
Trotzdem gab es gleich einen Early Morning Tauchgang. Bei diesem begegnete uns kurz ein Manta und etwas später ein Longimanus. Bei den anderen beiden Tauchgängen, der zweite davon an Little Brother, gab es keine Sichtungen von Großfischen. Napoleons und Barrakudas jetzt mal nicht eingerechnet.
Wegen des Verbots über Nacht an den Brothers zu ankern, gab es eine elfstündige Überfahrt nach Daedalus, diesmal mit magenschonender Welle von hinten. 😉
Auch an Daedalus ging es mit einem Early Morning los, gefolgt von zwei weiteren Tauchgängen und der zeitigen Weiterfahrt nach Elphinstone. Ein Blick auch die Fuchshaie blieb unserer Gruppe verwehrt. Außer Weichkorallen und Napoleons gab es dort nichts zu sehen.
An Ephinstone begann der Tag ebenfalls mit einem Early Morning-Tauchgang. Gefolgt von einem zweiten Tauchgang, bei dem sich endlich mal ein Longimanus blicken ließ. An Großfischen sollte es dann damit aber auch schon gewesen sein. Einen dritten Tauchgang gab es nicht an Elphinstone, stattdessen ging es für die restlichen beiden Tage wieder in Richtung Küste.
Als spektakulärster Tauchplatz dieser Tage an der Küste dürfte noch das Wrack der Salem Express durchgehen. Alle anderen Tauchplätze darf man getrost als Kinderkram bezeichnen.
Wären an der Oberfläche zwischen den Tauchgängen nicht noch ein Dugong und am vorletzten Abend noch ein Walhai, der trotz Briefing zum richtigen Verhalten, erfolgreich verjagt wurde, aufgetaucht, wären die letzten Tage langweiliger ausgefallen.

Spirit of Omneia - Tauchgang

Fazit

Bei der Spirit of Omneia handelt es sich um ein junges Safariboot mit einem jungen Team an Guides und Besatzungsmitgliedern, die alle stets bemüht sind das Optimum aus so einer Tour herauszuholen. Sehr um die Sicherheit ihrer Gäste besorgt, behalten die Guides ihre Schützlinge immer gut im Blick.
Allerdings scheint ihnen das Gespür für die Tiere noch etwas zu fehlen. Aufgefallen ist uns das an Elphinstone, wo wir in der Vergangenheit schon oft mit dem Zodiac von Land aus auf Longimanus- oder Hammerhaisuche waren. An Land erhielten wir immer ein ausführliches Briefing und wußten, wie wir uns gegenüber den Haien zu verhalten hatten. Dies haben wir an Board der Spirit of Omneia vermisst.
Kennt man sich an einem Tauchplatz also aus, sollte man besser auf einen Guide verzichten und sein eigens Ding durchziehen.
Bedingt durch die Abfahrt in Hurghada bleibt einem nur wenig Zeit an den eigentlichen Highlights. Eine Abfahrt ab Port Ghalib wäre hier besser, da man so zum Beispiel zwei Tage an Daedalus bleiben könnte.

Weiterführende Links: Omneia Tauchen und Reisen

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