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Lampen für Unterwasserfilm

Darauf muß man bei der Anschaffung von Unterwasserlampen achten – und so setzt man sie optimal ein!

Lampen für Unterwasserfilm: Wenn man sich entschieden hat (viel) Geld in gutes Kunstlicht für Unterwasservideos bzw. Unterwasserfotos zu stecken, sollte man auch das Optimum aus den Unterwasserlampen herausholen. Hier zeigen wir wie es geht!
Dazu muß gleich gesagt werden, Kunstlicht ist keine Allzweckwaffe für farbenfrohe Aufnahmen unter Wasser. Oftmals ist man mit einem manuellen Weißabgleich oder notfalls auch einem Rotfilter ebenfalls sehr gut beraten. Auch sollte man sich in den Grundlagen zur Erstellung von Unterwasserfilmen auskennen, bevor man wahllos zur Lampe greift und unter Wasser alles anleuchtet, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Bei Videolampen ist nicht alles Gold, was glänzt. Unsere langjährigen Erfahrungen mit Sola Light Lampen von Light & Motion könnt ihr hier nachlesen.

Häufig gibt es eine gewisse Verwirrung bei den Begrifflichkeit, die rund um Lichttechnik eingesetzt wird. Von Lux und Lumen ist da die Rede. Von Lichtfarbe bzw. Farbtemperatur. Deshalb klären wir die grundsätzlichen Fragen zu diesen technischen Begriffen gleich jetzt zu Beginn und überlegen uns dann wie wir das Licht für uns am besten unter Wasser zum Einsatz bringen.

Lampen für Unterwasserfilm:

1. Welche Lampen brauche ich?
2. Was bedeuten Lumen und Lux?
3. Was ist Farbtemperatur bei Licht, was ist der Abstrahlwinkel?
4. Die Reichweite von Licht unter Wasser
5. Lampen für Unterwasserfilm optimal nutzen

 

1. Welche Lampen brauche ich?

Früher waren Unterwasserfilmer ausschließlich mit Halogenlampen unterwegs. Diese Halogenlampen haben aber nicht nur unter Wasser viele Nachteile. Sie fressen mehr Strom als eine trächtige Kuh Heu, denn sie verwandeln 96% der eingesetzten Energie in Wärme. Folglich waren die Akkus in der Vergangenheit groß und schwer, aber dennoch schnell leer und der Spaß noch schneller vorbei.
Warum hat man diese Lampen für Unterwasserfilm dennoch eingesetzt? Ganz einfach: es gab nichts anderes.
Heutzutage setzt man daher aus gutem Grund LED-Lampen ein. Sie sind im Vergleich zu Halogenlampen deutlich effizienter, auch wenn sie immer noch 60-70% der eingesetzten Energie in Wärme und nicht in Licht umwandeln. Sie sind klein und dank des relativ geringen Stromverbrauchs sind leichte und kompakte Lampenformen möglich.
Wer heute über die Anschaffung eines Lichts für Unterwasseraufnahmen nachdenkt, greift daher zu LED-Lampen.

Lampen für Unterwasserfilm

Schemenhafter Vergleich des Lichtkegels einer Tauchlampe (links) und einer Videolampe (rechts). Die Videolampe leuchtet deutlich homogener aus. (Zum Vergrößern klicken)

Doch Lampe ist nicht gleich Lampe. So gibt es zum Teil schon sehr günstige Unterwasserlampen (Tauchlampen), die für Videoaufnahmen aber völlig ungeeignet sind, das sie einen nicht sehr homogenen und oft schmalen Lichtkegel produzieren. Zur Ausleuchtung von Unterwasserszenen benötigt man aber großflächig und homogen verteiltes Licht.
LED-Lampen gibt es in verschiedenen Bauformen, Größen, Lichtstärken und Preiskategorien. Welche dieser Lampen die jeweils richtige ist, hängt natürlich vom Anwendungszweck und den eigenen Vorlieben ab. Doch um zu wissen, welche die für mich richtige Lampe ist, muß ich mich auch in den jeweiligen Begrifflichkeiten gut auskennen. Klären wir also zuerst einmal die Zusammenhänge zwischen Lux und Lumen.

2. Was bedeuten Lumen und Lux, was ist der Abstrahlwinkel?

Lumen ist die Einheit, in welcher der Lichtstrom, also das von einer Lampe emittierte Licht angegeben wird. Man kann also sagen, je mehr Lumen desto heller ist die Lichtquelle.
Lux hingegen ist die Einheit der Lichtmessung, wobei hier auch die Fläche berücksichtigt wird, auf die das Licht trifft. Ein Lux entspricht einem Lumen pro qm, man kann daher auch sagen, Lux ist die Lichtintensität in einem bestimmten Bereich.
Die bringt noch eine andere Größe mit ins Spiel: den Abstrahlwinkel der Lampe. Auch dieser wird vom Hersteller angegeben. Ihn gilt es aus zweierlei Gründen zu beachten.
Der erste Grund ist, daß es nicht egal ist, ob das Licht einer 2000 Lumen starken Lampe über einen 60 Gradwinkel oder über einen 90 Gradwinkel auf eine Fläche gestrahlt wird. Im Fall der 90-Gradlampe verteilen sich die Lumen auf mehr Grad und damit auf mehr Fläche. Somit sind die Lumen pro Quadratmeter geringer und die Szene wird nicht so hell ausgeleuchtet wie es bei einer Lampe mit einem Abstrahlwinkel von 60 Grad der Fall wäre..
Der zweite wichtige Grund den Abstrahlwinkel zu beachten ist, daß ich je nach Kamera und Objektiv einen bestimmten Bereich vor meiner Kamera homogen ausleuchten möchte. Dafür ist mindestens eine, sind aber auch oft zwei Lampen nötig.
Hier ein Beispiel: Ich habe ein Weitwinkelobjektiv, das mir eine Szene im Bereich von 100 Grad vor meiner Kamera einfängt. Diese Szene möchte ich möglichst gleichmäßig ausleuchten. Dies könnte ich nun mit einer Lampe machen, die über 2000 Lumen und einen Abstrahlwinkel von 90 Grad (den dann minimal abgedunkelten Randbereich vernachlässigen wir hier mal) verfügt. Auf diese Weise verteilen sich die 2000 Lumen auf eine relativ große Fläche.

Lampen für Unterwasserfilm

Verwendet man zwei Lampen, muß man darauf achten, daß die Lichtkegel sich nicht zu sehr überschneiden. Auch Reflexionen an Schuppen können zu Überbelichtungen führen. (Zum Vergrößern klicken)

Oder ich nehme zwei 2000 Lumen-Lampen, die nur jeweils 60 Grad Abstrahlwinkel haben. Diese werden ihre 60 Grad heller ausleuchten als die 2000 Lumen, die sich auf 90 Grad verteilen. Allerdings muß man hierbei darauf achten, daß es in der Mitte der beiden Lichtkegel nicht zu sehr zur Überschneidung kommt, die wiederum zu helle Stellen im Film zur Folge hätten.
Zu guter Letzt noch ein Hinweis: Die meisten Hersteller geben in ihren Datenblättern Lumen als Größe zur Beurteilung der Leuchtintensität an. Wobei bei der Angabe der Lumenzahl ganz gerne geschummelt wird. Hier nehmen sich offenbar einige Hersteller die Autoindustrie als Vorbild, und verwenden ähnlich kreative Meßverfahren. Es kann also nicht schaden etwas Internetrecherche zu betreiben, um zu erfahren, ob die Lumenangabe der Fa. XY in der Vergangenheit der Realität entsprochen hat.
Prinzipiell gilt: je mehr Lumen, desto besser geeignet sind Lampen für Unterwasserfilm. Doch sollte der Lichtstrom dabei auf jeden Fall regelbar sein. Denn es ist auch möglich zuviel Licht auf ein Objekt aufzubringen. So neigen die Schuppen mancher Fische dazu stark zu reflektieren und das Video/Foto so teilweise zu überstrahlen. Diese gleißend weißen Stellen bekommt man in keiner Nachbearbeitung der Welt aus dem Video/Foto.
Ach ja, und je höher die Lumenzahl, desto teurer sind die Lampen für gewöhnlich auch. Gerade deswegen ist darauf zu achten, daß es sich bei der angegebenen Lumenzahl um „echte“ Lumen handelt, die aus der Entwicklungs- und nicht aus der Marketingabteilung kommen.

3. Was ist Farbtemperatur bei Licht?

Lampen für Unterwasserfilm - Farbtemperatur

© Von Hołek, CC BY-SA 2.5 pl, (Zum Vergrößern klicken)

Die Farbe einer Lichtquelle wird in Kelvin angegeben. Kelvin ist eine Temperatureinheit. Wir alle wissen von Kindheit an, daß Licht unterschiedlich gefärbt erscheint. Die Sonne an einem klaren Sommertag wirft ein anderes Licht auf die Erde als bei bewölktem Himmel. Auch am Abend wirkt das Licht der Sonne wärmer als zum Beispiel am frühen Morgen. Dieses wärmere oder kältere Licht wird in Kelvin angegeben. Das Licht von Lampen für Unterwasserfilm mit einer Lichttemperatur von 5.500 Kelvin entspricht ziemlich genau dem Tageslicht zur Mittagszeit, dies ist ein kühles Weiß. Farbtemperaturen unter 3.000 Kelvin erscheinen in einem warmen Farbton. Diesen warmen Farbton kennt man schon von Unterwasseraufnahmen mit Halogenlampen, deren Lichtfarbe ebenfalls sehr warm ist, und deren Farbtemperatur nicht nachträglich korrigiert wurde.
Beim Kauf einer Unterwasserlampe kommt es also darauf an möglichst neutral weißes Licht in der Lampe zu haben. Aber auch zu warmes oder zu kaltes LED-Licht ist nicht tragisch, da dies in der Schnittsoftware oder der Bildbearbeitung schnell vom Farbton her angepaßt und korrigiert werden kann.
Wichtiger als eine Lampe mit der „richtigen“ neutralweißen Farbe zu haben, ist es, eine Videolicht zu haben, das über einen genügend hohen Lichtstrom, also Lumen verfügt, um eine Szene genügend ausleuchten zu können. Der Frage, was denn „genügend“ Lumen sind, widmen wir uns nun unter Punkt 4.

4. Die Reichweite von Licht unter Wasser

Lampen für Unterwasserfilm

Man sollte nie vergessen, daß die Reichweite von Licht unter Wasser stark eingeschränkt ist

Wasser und Licht? Sie vertragen sich nicht! Dieser kleine Reim bringt es auf den Punkt. Je nach Gewässer kann die Sichtweite und damit auch die Reichweite von Licht stark eingeschränkt sein. Während man an Land oft hunderte Meter, ja kilometerweit sehen kann, liegen die Sichtweiten unter Wasser bei wenigen Metern. 10-15m sind ein guter Durchschnitt, alles darüber ist gut. Phänomenale Sichtweiten von 50m und mehr sind die Ausnahme.
Darüber hinaus ist die Eigenschaft des Wassers den Rotanteil des Lichts bereits nach 5m völlig zu verschlucken der Hauptgrund für die Anschaffung von Lampen für Unterwasserfilm.
Je tiefer man in die Tasche gegriffen hat, und je mehr Lumen die Lampen haben, desto mehr Licht steht einem unter Wasser zur Verfügung. Je nach Qualität des Gewässers, in dem man taucht, können mehr oder weniger Schwebeteichen im Wasser sein. Dieser Umstand und die tages- und jahreszeitlich bedingte Helligkeitsschwankung der Sonneneinstrahlung lassen den Lichtkegel der Lampen mal mehr, mal weniger weit reichen. Als Faustregel kann man sagen, daß der Lichtkegel von 2000 Lumen, die bei einem Abstrahlwinkel von 60 Grad auf eine Fläche verteilt werden, in ca. 20m Tiefe bei hellem tropischen Licht (Sichtweite um die 20m) ca. 2,5m weit reicht.
Je heller das Wasser um einen herum ist, desto mehr Licht, desto mehr Lumen sind nötig, um die Szene in unmittelbarer Nähe noch gut ausleuchten zu können.
So sind Lampen für Unterwasserfilm, die nur über 800-1000 Lumen bei einem Abstrahlwinkel von 60 Grad verfügen in tropischem Wasser praktisch untauglich und herausgeworfenes Geld. Unter 2000 Lumen sollte man nicht gehen, mehr sind besser, wenn es der Geldbeutel erlaubt. Doch auch wenn er es nicht erlaubt, und wir (noch) keine Lampen für Unterwasserfilm haben, ist dies kein Beinbruch, da es gerade in tropischen Gewässern mit ausreichend Sonnenlicht auch in Tiefen von 20-30m noch gut möglich ist farblich ausgewogene und bunte Aufnahmen mit an die Oberfläche zu bringen, wenn die Kamera über einen manuellen Weißabgleich verfügt und man diesen auch verwendet. Alles über die Anwendung des manuellen Weißabgleichs beim Filmen und Fotografieren haben wir übrigens in eigenen Kapitel „Manueller Weißabgleich unter Wasser“ zusammengestellt.
Ist es hingegen dunkler, also will man das Licht nur in Wracks und Höhlen oder bei Dämmerungs- und Nachttauchgängen verwenden, genügen schon wenige Lumen zur vollständigen Ausleuchtung einer Szene.
Wenn das Wetter schlecht und der Himmel stark bewölkt ist, kommt man mit natürlichem Licht und manuellem Weißabgleich unter Wasser nicht weit, dann können ein oder zwei Lampen, oft schon auf unterster Leistungsstufe eingestellt, so unter Umständen die Aufnahmen eines ganzen Tauchurlaubs retten. Lampen für Unterwasserfilm sind also ein unverzichtbares Hilfsmittel, auch wenn es viele Tauchgänge gibt, bei denen man sie nicht benötigt.

5. Lampen für Unterwasserfilm optimal nutzen

Kommen wir zum eigentlichen Thema der ganzen Licht und Wasser Misere. Wir haben uns zwei Lampen mit ausreichend Lumen gekauft, doch was können wir damit anstellen? Wie sollen wir sie auf das zu filmende Objekt ausrichten? Wie können wir Licht und Schatten für unsere Aufnahmen nutzen, um das Maximum aus unseren Videos oder Fotos herauszuholen? Diese und ähnliche Fragen werden wir nun anhand von Beispielssituationen klären.

Lampen für Unterwasserfilm

Licht frontal macht in 99% aller Fälle keinen Sinn und klappt nur bei glasklarem Wasser ohne Schneesturm

Was man auf jeden Fall niemals machen sollte, ist das Licht in der Nähe der Objektivachse anzuordnen und frontal nach vorne auszurichten. Wer schon einmal mit dem Auto durch einen Schneesturm gefahren ist und dabei das Licht der Scheinwerfer betrachtet hat, weiß was gemeint ist. Denn genau einen solchen Schneesturmeffekt wird man mit einer solchen Anordnung aufgrund der fast immer vorhandenen Schwebeteilchen im Wasser erreichen.
Achtung Besitzer von ActionCams! Es gibt tatsächlich billige, lichtschwache Lampen für eure GoPro & Co, die direkt neben der Kamera befestigt werden und die direkt nach vorne leuchten. Von solchen Lampen laßt die Finger und gönnt euch für dieses Geld lieber ein paar Cocktails mehr, denn ihr werdet mit ihnen nichts als Schneegestöber unter Wasser aufnehmen, wenn das Umgebungslicht überhaupt schwach genug ist, damit die Lampen einen Effekt erzielen können…Richtige Lampen für Unterwasserfilm sehen anders aus als diese kleinen Funzeln.
Nun wissen wir also schon, was wir niemals machen sollten, kommen wir endlich zu den Dingen, die gut für die Aufnahme von unvergeßlichen Momenten sind. Kommen wir zu den verschiedenen Einstellungen der Lampen.

Ganzflächig ausleuchten:

Lampen für Unterwasserfilm

Lampen weit auseinander

Die beiden Lampen für Unterwasserfilm sind im Idealfall möglichst weit voneinander und möglichst weit vom Objektiv entfernt. Das Licht wird so über eine große Fläche verteilt. Dies macht vor allem beim Einsatz von weitwinkligen Objektiven Sinn, wenn es darum geht eine möglichst große Fläche homogen auszuleuchten. Die Reichweite liegt in klarem tropischen Wasser bei maximal 2-2,5m. Taucht man zu flach, sieht man mit dieser Anordnung höchstens wie ein paar Schlagschatten am Korallenriff aufgehellt werden. Wenn dies der gewünschte Effekt ist, ist diese Einstellung richtig. In größerer Tiefe und mit wenig Umgebungslicht kann man die Anordnung der Lampen für Unterwasserfilm so gut nutzen, um über das Riff hinwegzutauchen und den Bereich vor der Kamera dabei auszuleuchten.
Dabei muß man beachten, daß es in der Mitte, wo die beiden Lichtkegel aneinandertreffen nicht zu starken Überschneidungen kommt, die dann für überstrahlte Bereiche in der Aufnahme sorgen. Auch sollten die Arme, an denen sich die Lampen befinden mindestens 50, besser 60 oder gar 80cm lang und möglichst flexibel sein.

Makroaufnahme mit Spot von oben und Aufhell-Licht an der Seite:

Lampen für Unterwasserfilm

Ein Licht von oben, eines schwächer von der Seite

Makro-Fotografie oder Makro-Videographie funktionieren eigentlich nur mit Kunstlicht so richtig gut. In dieser Anordnung beleuchten wir das Objekt, welches direkt vor der Kamera ist von oben, wo auch der natürliche Stand der Sonne sein sollte. Um eventuelle Schlagschatten zu vermeiden, hellen wir das Objekt mit dem jeweils anderen Licht auf. Hierbei muß man darauf achten, die Lampen nicht zu stark einzustellen. Die Schatten sollen nur dezent aufgehellt und das Objekt nicht zu Tode beleuchtet werden. Oft genügt die unterste Leistungsstufe der Aufhell-Lampe. Allerdings muß man mit der Beleuchtungsstärke immer situationsbedingt experimentieren und Erfahrungen sammeln.
Verfügt mindestens eine der Lampen über die Möglichkeit einen Spot zu formen, also einen schmalen Lichtkegel von 6 oder 12 Grad zu machen, sollte man diesen als Licht von oben setzen und ein wenig experimentieren. Es lassen sich so sehr interessante Effekte erzielen.

Licht von den Seiten:

Lampen für Unterwasserfilm

Licht von der Seite

Auch dies ist eine Einstellung für Makros und für kleinere Objekte. Bei Nacht und in der Dämmerung kann man das (nicht scheue) Tier oder den Korallenblock so gut vom Hintergrund – der dann in der Dunkelheit verschwindet – trennen. Je nach Struktur des Objekts lassen sich mit dem Licht von der Seite ganz nette Effekte erzielen, die aber nicht unbedingt natürlich wirken. Bei dieser Einstellung muß man allerdings sehr darauf achten, daß das Licht der Lampen nicht in das Objektiv der Kamera leuchtet und diese blendet. Es sei denn, man ist sehr experimentierfreudig und auf der Suche nach Spezialeffekten.

Beide Lampen von oben:

Lampen für Unterwasserfilm

Beide Lampen von oben

Wenn man viel Licht auf einer Stelle konzentrieren muß, etwas weil man nicht näher an ein Objekt heranschwimmen kann, kann man den Lichtstrom der beiden Lampen für Unterwasserfilm konzentrieren. Mit zwei 2000 Lumen-Lampen erreicht man so ungefähr die Helligkeit einer 4000 Lumen-Lampe. Allerdings wird dann auch der Bildbereich kleiner, der aufgehellt werden kann. Dunkle Ränder sind so eventuell die Folge.

Aufnahme mit nur einer Lampe:

Lampen für Unterwasserfilm

Nur eine Lampe, hier oben angeordnet

Dieser Artikel heißt zwar Lampen für Unterwasserfilm, aber hat man vielleicht sowieso nur eine Lampe zur Verfügung ist dies ohnehin die einzige Möglichkeit Licht für die Aufnahme zu nutzen. Hat man zwei Lampen für Unterwasserfilm zur Verfügung, sollte man eine ausschalten, bzw. vom zu filmenden Objekt wegdrehen. Die verbliebende Lampe kann dann so bewegt werden, bis das Objekt optimal in Szene gesetzt ist. Harte Schlagschatten können so oft nicht ganz vermieden werden, genauso wie nicht optimal ausgeleuchtete Bereiche. Aber manchmal ist genau dies gewünscht und dann filmt/fotografiert man nach dem Motto, weniger ist mehr. Auch hier gilt, kenne die Regeln und brich sie. Experimentieren hat noch nie geschadet.

Indirektes Licht:

Lampen für Unterwasserfilm

Licht an die Decke, z.B. eines Wracks oder einer Höhle gerichtet und so indirekt beleuchtet

Auch dies ist möglich, in Höhlen, unter Felsvorsprüngen oder in Wracks wird das Licht an die Decke gerichtet und so für eine sehr gleichmäßige Ausleuchtung der gesamten Szene gesorgt.
Dabei ist es oft nötig die Lampen auf volle Leistung zu stellen, da das Licht eine doppelt so lange Strecke zurücklegen muß. Erst wirft man es an die Decke, dann reflektiert es und beleuchtet den Boden.
Diese Art der Beleuchtung werden vor allem Fische zu schätzen wissen, die sich vielleicht in dunklen Ecken verstecken oder schlafen legen, da man ihnen so nicht direkt in die Augen leuchtet. Generell sollte man daran denken, daß Fische keine Augenlieder haben und diese daher auch nicht schließen können. Gerade bei Nachttauchgängen sollte man die Lampen nicht in voller Stärke direkt auf die Tiere richten.

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