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Tauchsafari Red Sea Explorer, Ägypten

Ende Juli und Anfang August 2022 sind wir mit der Red Sea Explorer, dem von den Extra Divers im Roten Meer betriebenen Safariboot, die Strecke Nord und Tiran gefahren. In diesem Bericht fassen wir unsere Erlebnisse der einwöchigen Tour im nördlichen Roten Meer zusammen, ein Video gibt Einblicke über die Tauchplätze und die zu erwartenden Tiere.

VIDEO: Eine Woche auf dem Safariboot Red Sea Explorer der Extra Divers, auf der Tour Nord und Tiran im Roten Meer.

Anreise nach Hurghada

Die Tauchsafari Nord und Tiran startete in der Marina von Hurghada. Hurghada bietet sich bei dieser Strecke als Ausgangspunkt an, da die ersten Tauchplätze nur wenige Kilometer von der ägyptischen Badestadt entfernt sind.
Mit Condor ging es von München direkt zum Airport Hurghada. Der Flug und die Ankunft verliefen reibungslos, trotz Generalstreik des Lufthansa Bodenpersonals und befürchteten Problemen mit der Gepäckbeförderung am Flughafen München. Diese problemlose Anreise kam uns sehr entgegen, denn was gäbe es Schlimmeres als ohne Tauchgepäck eine Tauchsafari antreten zu müssen?
An Bord der Red Sea Explorer war man etwas verwundert über unsere frühe Ankunft gegen Mittag. Offenbar hatte das Back Office der Extra Divers dort niemanden über unsere schon vor Monaten geänderten Flugzeiten informiert.
Insgesamt erreichten 17 Taucher im Laufe des Tages die Red Sea Explorer, um die Strecke Nord und Tiran zu fahren. Damit war das Boot nicht ganz ausgelastet.

Red Sea Explorer
Typische Korallenriffe im nördlichen Roten Meer…

Das Schiff Red Sea Explorer

Die Red Sea Explorer wurde 2019 fertiggestellt und ist damit ein relativ neues Tauchboot. Das Schiff ist 43m lang und verfügt über 12 Kabinen unterschiedlicher Kategorien. Natürlich haben diese alle zeitgemäßen Annehmlichkeiten, wie Klimaanlage, Minibar, warme Dusche und WC, TV, Schrank und Safe.
Wobei man erwähnen sollte, daß die Klimaanlage auch auf unterster Stufe relativ laut ist. Für gewöhnlich ist man vom Tauchen jedoch fertig genug, um auch bei einem etwas höheren Lärmpegel schlafen zu können. Falls nicht, hat man etwas auf dem Tauchsafariboot falsch gemacht… 😉
Die Red Sea Explorer liegt erstaunlich stabil im Wasser. Auch ist sowohl der Motorenlärm als auch der Generator, wenn man vor Anker liegt nicht störend. Man merkt also sofort, daß man auf einem modernen und durchdachten Schiff ist.
Das gesamte Foto- und Videoequipment kann man in Regalen auf dem Tauchdeck unterbringen. Dort gibt es auch Steckdosen (Schuko), um die Akkus zu laden. Aus Sicherheitsgründen sollte dies auch so gemacht werden. Hat man mehrere Akkus gleichzeitig zu laden, empfiehlt es sich eine Verteilersteckdose mitzunehmen.
Frühstück, Mittag- und Abendessen werden an vier großen Tischen im Salon in Büfettform angeboten. Das Essen ist sehr schmackhaft, und dürfte so mach ägyptische Hotelkost übertreffen. Für uns als „militante“ Nicht-Fischesser waren die Mahlzeiten etwas zu fischlastig und leider sind die angebotenen Speisen auch nicht gekennzeichnet, was ihre Inhalte angeht. Für Allergiker könnte dies ein Problem sein.

Red Sea Explorer
Jede Menge Wracks gehören mit zur Tour Nord und Tiran.

Tauchen auf der Red Sea Explorer

Das Tauchdeck bietet ausreichend Platz, wenn gruppenweise angerödelt wird. Auch auf der Red Sea Explorer baut man die Ausrüstung einmal zu Beginn der Safari zusammen. Die Flasche wird direkt am Platz befüllt. Es gibt Flaschen in 12 Liter und in 15 Liter Größe. Getaucht wird mit Luft oder mit Nitrox. Das Nitrox hat eine Mischung von ca. 28-30 Prozent Sauerstoff, so daß auch größere Tiefen bis max. 40m kein Problem sind.
Kleinzeug wie Masken, Schnorchel und während der Fahrt auch die Flossen, werden sicher in einer Kiste unter der Flasche verstaut.
Zum Reinigen von Kameras gibt es zwei große Becken im hinteren Teil des Tauchdecks. Hier kann man die Kameras auch sicher unterbringen, bevor man ins Wasser hüpft.
Es gab bis auf Ausnahmen am ersten und am letzten Tag vier Tauchgänge am Tag. Los ging es mit einem Early Morning um 6:00 Uhr, gefolgt von einem Tauchgang am späten Vormittag nach dem Frühstück, einem Tauchgang nach dem Mittagessen und natürlich einem Night Dive vor dem Abendessen. Eat, sleep, dive, repeat wird auf der Red Sea Explorer also groß geschrieben.
Natürlich gab es vor jedem Tauchgang auch ein ausführliches Briefing. Die Tauchguides kannten die Tauchplätze wie aus der Westentasche und sorgten für sichere Tauchgänge.
Apropos Sicherheit… Eine Boje pro Buddyteam ist Pflicht. Zusätzlich kann sich jeder ein ENOS geben lassen.

Red Sea Explorer

Die Tauchplätze der Tour Nord und Tiran

Zugegeben, die Tour Nord und Tiran ist etwas wracklästig. Aber auch die Liebhaber von großen Tieren können mit etwas Glück eine gute Zeit unter Wasser haben. Die Fans von rostigem Altmetall kommen bereits mit den maximal vier Tauchgängen bei der Thistlegorm auf ihre Kosten. Doch auch The Barge, die Giannis D und auch die Chrisoula standen mit auf der Liste der Tauchplätze.
Die berühmten Schwärme vor Tiran haben uns etwas enttäuscht. Zum einen waren sie nicht besonders zahlreich, zum anderen waren sie nicht besonders groß. Zumindest, wenn man sie mit Schwärmen im Oman vergleicht.
Dafür hatten wir am Jackson Reef vor Tiran das riesige Glück in ca. 30m Tiefe einem ausgewachsenen Hammerhai zu begegnen.
Auch die Nachttauchgänge an The Barge oder an Shaab el Erg werden uns immer in Erinnerung bleiben.

Red Sea Explorer
Ein Schwarm Fledermausfische vor Ras Mohammed.

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