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Tauchen im Blindsee, Österreich

Die österreichischen Seen laden nicht nur zum Wandern und Verweilen ein. Richtig interessant wird es erst unter der Oberfläche. Welch ein Glück für Taucher, die auch gerne einemal in etwas kälteres Wasser gehen. Unser derzeitiger Favorit ist der Tiroler Blindsee, der wie jedes Jahr aufgrund seiner guten Sichtweiten, seines großen Fischbestands und des ungewöhnlichen Walds auf dem Seegrund im Sommer zu einem Tauchrevier mutiert. Dieser Bericht spiegelt unsere Erfahrungen der letzten 4 Jahre wieder, außerdem enthält er ein Update vom August 2015.

Der Tiroler Blindsee

Der Tiroler Blindsee im August 2015

AKTUELLES UPDATE zum Tauchen im Blindsee: Wir waren am 10. August 2015 ein weiteres Mal im Blindsee. Für alle, die es in den nächsten Tagen auch dort hinziehen wird gibt es hier ein paar kurze Infos: Tauchgebühr kostet immer noch 12,50€. Die Wassertemperatur in den ersten 7 Metern betrug 20 Grad. Die Sicht war mit 10m ganz gut. Zu sehen gab es ein paar große Zander, die Brutzeit ist jedoch eindeutig vorbei, da es weniger Fische waren als noch Mitte Juli.
Gegenüber den letzten Jahren und unserem Aufenthalt im Juli hat sich etwas bezüglich Zugang zum See geändert. Die Zufahrt ist jetzt durch eine elektrische Schranke gesichert, die sich nur öffnet, wenn man die Münze einwirft, die man beim Bezahlen der Tauchgebühr bekommen hat. Mehr zur Tauchgenehmigung weiter unten. Badegäste erhalten gegen Einwurf von 4€ Zugang zur Seestraße.

Die Anreise von München aus gestaltet sich mal mehr mal weniger problematisch, je nach Staulage am Ende der Garmischer Autobahn. Bei der Anreise sollte man nach Möglichkeit Feiertage und Wochenenden vermeiden. Unser zweiter Besuch am Blindsee war am 15. August 2012, der sowohl in weiten Teilen Bayerns als auch in Österreich ein Feiertag ist. Das Ufer und vor allem der Parkplatz waren voll mit Badegästen. Seither waren wir, wenn möglich, unter der Woche im Blindsee tauchen, denn die Situation war ist dann deutlich entspannter. Wir raten daher jedem, wenn es möglich ist sich einen Tag frei zu nehmen und unter der Woche dort zu tauchen. Auch die Unterwasserwelt, sprich die Fische, sind viel zahlreicher sichtbar und wirken weniger gestreßt, als wenn Dutzende Taucher um sie herum wuseln. Unter anderem sahen wir bei unseren bisherige Tauchgängen Zander, Forellen, Saiblinge, Schleien und Elritzen.

Unser aktueller Unterwasserfilm über den Mikadowald im Blindsee aus dem Jahr 2015:

Blindsee Steilwand

Die Steilwand im Blindsee

An Wochenenden und Feiertagen empfiehlt es sich also besonders rechtzeitig zum Tauchen im Blindsee vor Ort zu sein. Dazu gehört auch genügend Zeit für den Erwerb der Tauchgenehmigung (12,50€ pro Nase) in der Ducati Bar (Achtung: Montag ist Ruhetag, dann gibt es die Tauchgenehmigung an der Rezeption im Hotel Mohr), gegenüber dem Hotel Mohr Life Resort in Lermoos einzuplanen. Diese muß man auf jeden Fall kaufen, da man sonst in der Hauptsaison gar nicht erst zum See vorgelassen wird, denn es wird mittels heruntergelassenem Schlagbaum weit oberhalb des Sees die Zufahrt verwehrt. Wer jetzt denkt, er könnte oben an der Straße parken und dann mitsamt der Ausrüstung zum See hinunterlaufen, dem wünsche ich schon mal viel Spaß, denn dann gilt es in voller Ausrüstung über 100 Höhenmeter auf einer gewundenen Zufahrtsstraße zu überwinden.

Zander Blindsee Mikadowald

Zander im Mikadowald


Doch kommen wir zum Tauchen: Die Wassertemperatur an der Oberfläche des Blindsees betrug bei allen unseren Tauchgängen knapp 20 Grad, auf 5-6 Meter waren noch 15 Grad nach der Sprungschicht davon übrig und jenseits der 10 Meter kam das Thermometer nicht mehr über 10 Grad.
Doch so tief muß man gar nicht gehen. Am interessantesten ist nämlich der Mikadowald im Norden und die darin lebenden Zander sowie die südlicher gelegene Steilwand und der Flachwasserbereich in dem sich im Juli die Schleien paaren. In etwas mehr als einer Stunde kann man alle Sehenswürdigkeiten in der nördlichen Bucht in Ruhe abschwimmen. Der restliche See ist eigentlich uninteressant. Die Sicht am 10. August 2015 lag bei ca. 10 Meter.

Hier noch ein älteres Tauchvideo über den Blindsee aus dem Jahr 2013:

Zum Kälteschutz läßt sich sagen, an warmen Sommertagen und bei flachen Tauchgängen kamen wir mit unseren 5mm Naßanzügen und Overalls von Lavacore ganz gut zurecht. Frisch wurde es eigentlich erst so nach 70-80 Minuten. Dennoch gehen die meisten Taucher mit 7mm Naß-/Halbtrocken-Anzügen und Eisweste oder sofern vorhanden im Trockie in den See. Der beste Einstieg ist direkt rechts und links neben dem Bootshaus. Von dort gibt es auch Wege, die direkt zum Parkplatz führen.

Blindsee Schleie

Schleien bei der Paarung

Der Blindsee läßt sich also besonders für Taucher aus dem oberbayrischen Raum empfehlen, da er nah und daher relativ einfach zu erreichen ist. Der Mikadowald und die gute Sicht sprechen weiter für einen Tagesausflug an dieses Tauchgebiet. Für Gäste, die aus größerer Entfernung anreisen, gibt es die Möglichkeit in einer Pension oder einem Hotel im nahegelegenen Lermoor zu übernachten. Gäste des Hotels Mohr Life Resorts zahlen übrigens nichts für das Tauchen. Das Hotel würde sich daher als ideale Übernachtungsmöglichkeit anbieten, wenn man vorhat dort länger zu bleiben.

Weiterführende Links: Offizielle Informationen zum Blindsee (Anreise, Tauchbedingungen, Tauchplatz und Karte)

| Stand: 11. August 2015

5 Kommentare zu “Tauchen im Blindsee, Österreich

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