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Crashkurs stabile Kamerahaltung

Jetzt ist es also soweit. Der (Tauch-)Urlaub steht vor der Tür. Mit dabei ist erstmals eine Actioncam oder eine Kompaktkamera in einem Kunststoffgehäuse. Damit sollen die schönsten Momente unter Wasser festgehalten werden. Doch damit aus den Aufnahmen kein Desaster wird, gilt es ein paar Dinge in Sachen Kamerahaltung zu beachten. Wir klären in wenigen Schritten wie man auch kleine Kameras unter Wasser einigermaßen ruhig halten kann.

Eine stabile Kamerahaltung ist das A und O, wenn es um die Präsentation von Videos geht. Ein mangelhafter Weißabgleich wird eher verziehen als ein Fernsehbild, das das Publikum seekrank macht.

Actioncams und Kompaktkameras sind aufgrund ihrer Größe und ihres Gewichts auch bei Tauchern als „Immer-dabei-Videokamera“ sehr beliebt. Doch was ein Vorteil beim Fluggepäck darstellt, erweist sich unter Wasser als echte Herausforderung. Denn ist es schon an Land schwierig die Winzlinge, die noch dazu nur selten über eine interne Stabilisierung des Videobilds verfügen, ruhig zu halten, so ist dies unter Wasser noch viel schwieriger.

Daher hier unser kleiner Crashkurs für eine stabile Kamerahaltung in Form eines kurzen Videos und in 5 übersichtlichen Punkten zum Nachlesen:

1. Die Kamera auf eine Schiene montieren.

Eine Mini-Kamera einfach nur in der Hand ruhig zu halten ist selbst bei perfekter Tarierung schwierig bis unmöglich. Abhilfe schafft hier die Montage der Kamera auf einer Schiene mit zwei handlichen Griffen an der Seite.
Diese zwei Griffe sollten dann aber auch benutzt werden. Es mag zwar cool aussehen, den Griff nur lässig mit einer Hand zu halten, eine stabile Kamerahaltung erreicht man aber nur mit beiden Händen.

2. Für Auflagepunkte sorgen

Zusätzlich sollten die Arme am Körper ruhen und der Kameragriff mit einem Schultergurt verbunden sein. Nun streckt man die Arme soweit durch, bis sich der Gurt im Nacken spannt. Auf diese Weise kann man eine durch drei Punkte gesicherte Verbindung sorgen. Bis auf Miniwackler kann man die Kamera so relativ stabil halten. Je schwerer die Kamera bzw. der Griff ist, desto ruhiger kann man sie auch halten.

3. Mit dem ganzen Körper schwenken

Schwenkt man die Kamera nur aus dem Handgelenk, etwa wenn man einem Fisch folgt, ist eine stabile Kamerahaltung so gut wie unmöglich. Es wird bei solchen Aufnahmemethoden immer zu verwackelten Aufnahmen kommen. Besser ist es hier die Kamera umbeweglich wie in Punkt 2 beschrieben am Körper zu halten und sich mit winzigen Flossenschlägen in die gewünschte Richtung zu manövrieren. Daß all die erwähnten Techniken eine sehr gute bis perfekte Tarierung voraussetzt, wollen wir an diese Stelle jedoch nicht unterschlagen. Im Zweifelsfall steht hier also etwas Übung ins Haus.

4. Kamerainterne Stabilisierung einschalten

Es klingt fast schon banal. Sollte die Kamera über Möglichkeiten zur Bildstabilisierung verfügen, sollte sie auch genutzt werden. Verfügt die Kamera über eine mechanische Stabilisierung über mehrere Achsen ist dies umso besser für die Aufnahmen.

5. Miniwackler nachträglich entfernen

Viele Schnittprogramme bieten eine nachträgliche Stabilisierung von Filmmaterial an. Dabei werden in der Regel Pixel am Bildrand weggeschnitten, was der Bildqualität abträglich ist. Außerdem ist diese Art der Stabilisierung der mechanischen Stabilisierung in Kameras und Objektiven deutlich unterlegen. Nachträgliche Stabilisierung ersetzt also keine stabile Kamerahaltung, kann aber aus einem fast stabilen Video ein nahezu perfekt stabiles machen.

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| Stand des Artikels: 10.6. 2017

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